{"id":111,"date":"2018-09-21T18:33:48","date_gmt":"2018-09-21T18:33:48","guid":{"rendered":"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/?page_id=111"},"modified":"2020-12-27T21:42:49","modified_gmt":"2020-12-27T21:42:49","slug":"musterseite-2","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/?page_id=111","title":{"rendered":"21. September &#8211; Flug nach Dire Dawa und Besuch auf dem Markt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-105\" src=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/ADD-DIR-1.jpg\" alt=\"\" width=\"1536\" height=\"768\" srcset=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/ADD-DIR-1.jpg 1536w, http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/ADD-DIR-1-300x150.jpg 300w, http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/ADD-DIR-1-768x384.jpg 768w, http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/ADD-DIR-1-1024x512.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1536px) 100vw, 1536px\" \/><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/?page_id=312\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-95\" src=\"http:\/\/burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Union-Jack-300x150.png\" alt=\"\" width=\"167\" height=\"84\"><\/a>Heute morgen hie\u00df es erstmals wieder packen (was uns voraussichtlich noch weitere 8 mal bl\u00fcht&#8230;) und zum Flughafen.<br \/>\nVorher haben wir noch im teuren Capital-Hotel nach Briefmarken gesucht und mit dem Manager des Caravan Hotels um den Zimmer Preis f\u00fcr unsere zwei \u00dcbernachtungen kurz vor dem R\u00fcckflug gefeilscht.<\/p>\n<p>Am Flughafen bezahlen wir noch unser Ticket von Lalibela nach Addis am 13. Oktober &#8211; wenn es nach Kairo geht&#8230;Leider mussten wir wiedermal bar zahlen, die Maschine f\u00fcr die Kreditkartenzahlung ist defekt&#8230;<\/p>\n<p>Aber p\u00fcnktlichst um 14:00 hebt der Flieger schon ab in Richtung Dire Dawa<\/p>\n<figure id=\"attachment_107\" aria-describedby=\"caption-attachment-107\" style=\"width: 900px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-107 size-full\" src=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/P1020251.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/P1020251.jpg 900w, http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/P1020251-300x200.jpg 300w, http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/P1020251-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-107\" class=\"wp-caption-text\">Addis von oben<\/figcaption><\/figure>\n<p>Beim Abflug k\u00f6nnen wir sehen, wie sich Addis mit zahllosen neuen Wohnsiedlungen immer weiter ins Umland frisst &#8211; dabei auch gro\u00dfe Einfamilienhaus-Siedlungen, fast wie in Widdersdorf &#8211; f\u00fcr die neue Mittelschicht, hatte Jan Blum berichtet.<\/p>\n<p>Der Flughafen in Dire Dawa ist dagegen ein bescheidenes Provinzflugfeld. Mit einem Fahrer geht es durch die Stadt zum Ras-Hotel.<\/p>\n<p>Dire Dawa ist recht neu &#8211; es ist Ende des 19. Jahrhunderts entstanden. Als mit Hilfe der Franzosen die Eisenbahn von Dschibuti (damals noch Franz\u00f6sisch-Somaliland) nach Addis gebaut wurde, sollte urspr\u00fcnglich Harar, die uralte Handelsstadt einbezogen werden. Aber da h\u00e4tte man richtig in die Berge bauen m\u00fcssen &#8211; uns so entschied man sich daf\u00fcr, eine Station weiter westlich am Fu\u00df der Berge zu bauen, die als vorl\u00e4ufiger Endpunkt der Linie diente. Dort bildete sich rasch eine kleine Siedlung &#8211; und heute ist Dire Dawa die viertgr\u00f6\u00dfte Stadt \u00c4thiopiens.<\/p>\n<p>Die urspr\u00fcngliche Eisenbahner-Stadt ist schachbrettartig angelegt. Sie befindet sich im S\u00fcdosten des trockenen Flusses, der nur in der Regenzeit Wasser f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Wir checken im \u201eRas Hotel\u201c (Ras hei\u00dft soviel wie Haupt, Gipfel, Spitze) ein: F\u00fcr 700 Birr, etwa 25 Euro d\u00fcrfen wir eine Nacht auf dem h\u00e4rtesten Bett Afrikas verbringen.<\/p>\n<p>Die Bem\u00fchungen des Hotelangestellten, das brettharte Ding durch Auflagen zu entsch\u00e4rfen, bleiben erfolglos und wir beschlie\u00dfen, erst mal zum Markt zu gehen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-109\" src=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Stra\u00dfe.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Stra\u00dfe.jpg 900w, http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Stra\u00dfe-300x200.jpg 300w, http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Stra\u00dfe-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/p>\n<p>In den Stra\u00dfen ist richtig Leben, \u00fcberall spielen Kinder, Frauen unterst\u00fctzen sich gegenseitig beim Zubereiten von Essen oder bei Handarbeiten.<br \/>\nNur die M\u00e4nner h\u00e4ngen zu einem gro\u00dfen Teil in den Stra\u00dfen und kauen Khat, eine weiche &#8211; und auch erlaubte &#8211; Droge. Man kaut auf den Bl\u00e4ttern herum und das hat eine euphorisierende Wirkung und erh\u00f6ht nebenbei Puls und Blutruck&#8230;und nimmt den Hunger.<br \/>\nKhat ist \u00fcbrigens eines der Hauptexportg\u00fcter \u00c4thiopiens &#8211; und hier, im Osten, ist das Hauptanbaugebiet&#8230;<br \/>\nWir laufen zu Fu\u00df durch die Stra\u00dfen zur \u201eAlt&#8220;-Stadt und finden bald den Markt mit verwinkelten Gassen zwischen dutzenden von Verk\u00e4uferinnen (es sind weit \u00fcberwiegend Frauen, die hier anbieten). Am h\u00e4ufigsten werden getrocknete Peperoni angeboten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-108\" src=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Paprika.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Paprika.jpg 900w, http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Paprika-300x200.jpg 300w, http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Paprika-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/p>\n<p>Rund um den Markt sind Tr\u00fcmmerfelder, einzelne Rohre liegen herum, auf denen sich Ziegen vergn\u00fcgen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-110\" src=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Ziegen.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Ziegen.jpg 900w, http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Ziegen-300x200.jpg 300w, http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Ziegen-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/p>\n<p>Die Frauen, umgeben von sauber aufgeschichteten Fr\u00fcchten, von Gem\u00fcse und manchmal bunten, gemahlenen Gew\u00fcrzen w\u00e4ren wirklich ein tolles Motiv &#8211; wir haben auch die eine oder andere gefragt, alle aber winken ab, und heimlich fotografieren kommt nicht in Frage.<\/p>\n<p>Wir sind ohnehin die Sensation des Tages, besonders f\u00fcr die Kinder. Alle wollen sie mal einen Wei\u00dfen ber\u00fchren, geben uns die Hand oder johlen um uns herum. Gl\u00fccklicherweise sind sie nicht allzu aufdringlich &#8211; und die Eltern schreiten schnell ein, auch wenn sie selbst neugierig gucken und unser \u201eSelam\u201c erwidern &#8211; oder sogar ein \u201ehow are you\u201c hinzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Wir kriegen wenigstens eins der zahllosen \u201eBajajas\u201c (gesprochen Baschascha) vor die Kamera &#8211; dreir\u00e4drige Gef\u00e4hrte mit \u00fcberdachten aber sonst offenen Sitzen hinter dem Fahrer, der mit einer Motorradlenkstange richtig Gas gibt&#8230;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-106\" src=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Bajaj.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"900\" srcset=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Bajaj.jpg 600w, http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Bajaj-200x300.jpg 200w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Am Abend gehen wir ins Paradiso, eine Art Italiener, das einzige wenigstens im Lonely Planet empfohlene Restaurant in der Stadt. Es gibt ordentliche Spaghetti &#8211; und nach dem wir uns doch l\u00e4nger aus den Reisef\u00fchrern vorgelesen haben steht der \u00c4thiopien am Nebentisch auf und fragt in bestem Deutsch: \u201eHaben sie noch viel vor in \u00c4thiopien?\u201c Er freut sich richtig, nach \u00fcber 20 Jahren mal wieder Deutsch zu sprechen &#8211; und er kann es noch sehr gut. Als Fl\u00fcchtling ist er 1985 nach Berlin gekommen, weil mit 15 noch minderj\u00e4hrig musste er in ein Jugendheim &#8211; und lernte in Berlin Maschinenschlosser. 1994, als das Mengistu-Regime gest\u00fcrzt und die Lage etwas \u00fcbersichtlicher war, ist er nach \u00c4thiopien zur\u00fcckgekehrt und hat das &#8211; wie er betont &#8211; nie bereut.<\/p>\n<p>Morgen geht es weiter nach Harar.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/?page_id=133\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-835\" src=\"http:\/\/burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/weiter-300x122.jpg\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"69\"><\/a><a href=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/?page_id=89\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-834\" src=\"http:\/\/burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/zur\u00fcck-300x121.jpg\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"69\"><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute morgen hie\u00df es erstmals wieder packen (was uns voraussichtlich noch weitere 8 mal bl\u00fcht&#8230;) und zum Flughafen. 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