{"id":386,"date":"2018-10-04T07:31:42","date_gmt":"2018-10-04T07:31:42","guid":{"rendered":"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/?page_id=386"},"modified":"2020-12-27T21:43:03","modified_gmt":"2020-12-27T21:43:03","slug":"musterseite-14","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/?page_id=386","title":{"rendered":"3. Oktober &#8211; Die alte K\u00f6nigsstadt Aksum"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/?page_id=394\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-95\" src=\"http:\/\/burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Union-Jack-300x150.png\" alt=\"\" width=\"167\" height=\"84\"><\/a>Gestern waren wir noch organisierend unterwegs: F\u00fcr heute haben wir eine Halbtages-Tour mit Mehari vereinbart. Den Guide hat uns der Herr an der Rezeption vermittelt. Dann sind wir mit dem Bajaj zu Haile gefahren, eine Empfehlung von Andrea aus Debakr. Er will uns den Transport nach Adigrat organisieren. Entweder findet er ein Regierungsauto, dessen Fahrer sich ein paar Birr neben her verdienen will &#8211; oder sonst einen &#8211; wie er sagt &#8211; privaten Minibus.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-378\" src=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Steelenfeld.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Steelenfeld.jpg 900w, http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Steelenfeld-300x200.jpg 300w, http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Steelenfeld-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/p>\n<p>Heute morgen war Mehari mit seinem Freund, dem Bajaj-Fahrer, p\u00fcnktlich zur Stelle und wir fuhren die Hauptstra\u00dfe von Aksum Richtung Westen zu einem ziemlich neuen und aufw\u00e4ndig gestalteten Komplex. Es ist das B\u00fcro und Ticketoffice f\u00fcr die Sehensw\u00fcrdigkeiten in Aksum, immerhin seit langem Weltkulturerbe. Das schicke Geb\u00e4ude war bestimmt ein Teil der Entwicklungshilfe.<br \/>\nDann besichtigen wir zuerst das Steelenfeld. Die etwa 30 Meter hohen S\u00e4ulen sind Monolithe, das hei\u00dft, sie sind aus einem St\u00fcck geschlagen worden. Noch roh, das hei\u00dft ohne die zahlreichen Gravuren der Oberfl\u00e4chen, hat man die bis zu 300 Tonnen schweren Granits\u00e4ulen dann von dem etwa 5 km entfernten Steinbruch hier auf das Steelenfeld gebracht. Wie die Axumiter dies im 3. und 4. Jahrhundert n.Chr. geschafft haben, ist noch nicht wirklich klar. Wahrscheinlich einfach mit einer gro\u00dfen Anzahl Menschen, Muskelkraft und angeblich auch Elefanten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-376\" src=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Gebrochene_Stele.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Gebrochene_Stele.jpg 900w, http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Gebrochene_Stele-300x200.jpg 300w, http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Gebrochene_Stele-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/p>\n<p>Die gr\u00f6\u00dfte der Steelen liegt in mehrere Teile gebrochen quer \u00fcber den Platz. Man nimmt an, dass sie bereits beim Versuch, sie aufzurichten, umgefallen und auseinandergebrochen ist. Das Fundament war wohl zu schwach und der riesige Turm &#8211; rund 500 Tonnen schwer &#8211; kippte. Da m\u00f6chte man nicht dabei gewesen sein.<\/p>\n<p>Die Steelen waren \u00fcberdimensionale Grabsteine f\u00fcr die K\u00f6nige von Aksum. Bald nach dem \u00dcbertritt der Axumiter zum orthodoxen Christentum stellten sie die Herstellung der Steelen ein. Es liegen noch zwei herum, die man einfach nicht zu Ende bearbeitet hat.<\/p>\n<p>Unter dem zerbrochenen Riesen liegt das Grab eines der axumitischen K\u00f6nige. Es hat insgesamt sechs Grabkammern. Charakteristisch f\u00fcr die axumitischen Gr\u00e4ber sind die massiven Steindecken und T\u00fcrst\u00fcrze. Sie m\u00fcssen Meister der Granitbearbeitung gewesen sein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-377\" src=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Grab.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"600\" srcset=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Grab.jpg 900w, http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Grab-300x200.jpg 300w, http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Grab-768x512.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/p>\n<p>Weiter geht es zu den \u00dcberresten des Palast der K\u00f6nigin Sheba. Man sieht nicht wirklich viel davon. Sheba &#8211; bei uns besser bekannt als die K\u00f6nigin von Saba &#8211; ist eine sagenhafte K\u00f6nigsgestalt, die vor rund 3000 Jahren von Aksum aus zu K\u00f6nig Salomo nach Jerusalem gereist sein soll. Dort wollte sie die Weisheit des K\u00f6nigs kennen lernen. Sie hat wohl noch weiteres kennengelernt, dann bei der Abreise war sie schwanger. Zur\u00fcck in Aksum habe sie den ersten, ebenfalls sagenhaften, K\u00f6nig von Aksum, Menelik I zur Welt gebracht. So f\u00fchrten die \u00e4thiopischen K\u00f6nige ihre Linie auf K\u00f6nig Salomo zur\u00fcck, bis 1974 Haile Selassie als letzter Herrscher gest\u00fcrzt wurde.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-375\" src=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Aksum_Ueberblick.jpg\" alt=\"\" width=\"900\" height=\"590\" srcset=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Aksum_Ueberblick.jpg 900w, http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Aksum_Ueberblick-300x197.jpg 300w, http:\/\/2018.burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Aksum_Ueberblick-768x503.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 900px) 100vw, 900px\" \/><\/p>\n<p>In jedem Falle ist Aksum mit seinen zahlreichen archeologischen St\u00e4tten (es gibt noch ein weiteres Grab zu besichtigen sowie auch die erste orthodoxe Kirche des Landes und das Bad der K\u00f6nigin von Saba&#8230;) ein Zeugnis der langen Geschichte des Landes. \u00c4thiopien liegt faktisch am Schnittpunkt verschiedener Kulturen, war Schauplatz erbitterter K\u00e4mpfe zwischen Christen und Moslems. Es gibt in \u00c4thiopien keine Kolonialgeschichte, die Okkupation durch das faschistische Italien blieb eine Episode von 5 Jahren.<\/p>\n<p>Am Abend besuchen wir ein Lokal mit Gesang und Tanz und essen Injera. Die Beschallung in dem Lokal w\u00fcrde bei uns sofort stillgelegt, sie macht locker 100 dBa und man verst\u00e4ndigt sich mit den Kellnern via Handzeichen. Nach dem Reiben von Daumen und Zeigefinger erh\u00e4lt man \u00fcberall auf der Welt die Rechnung.<\/p>\n<p>Morgen wird es hart: Der organisierte Minibus wird \u201esharp\u201c 6 Uhr vor dem Hotel stehen, wir m\u00fcssen um 5 Uhr raus.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/?page_id=405\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-835\" src=\"http:\/\/burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/weiter-300x122.jpg\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"69\"><\/a><a href=\"http:\/\/2018.burbankwerner.de\/?page_id=341\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-834\" src=\"http:\/\/burbankwerner.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/zur\u00fcck-300x121.jpg\" alt=\"\" width=\"170\" height=\"69\"><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern waren wir noch organisierend unterwegs: F\u00fcr heute haben wir eine Halbtages-Tour mit Mehari vereinbart. 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