7. Oktober – Felsenkirchen und Fahrt nach Mek‘ele


Am Morgen kokeln noch die Reste des gestrigen Lagerfeuers. Wir schauen, dass wir Land gewinnen und fahren mit einem Führer, der als erstes erklärt, er sei an Typhus erkrankt in Richtung der Felsenkirchen von Hawzien.

Die erste der Kirchen erreichen wir, nun mit einem gesunden, anderen Führer, nach etwa 10 Kilometer Fahrt über eine Dirt-Road, die gerade für die Asphaltierung vorbereitet wird. Dementsprechend müssen wir immer wieder holprige Umwege fahren.
Ob es sich gelohnt hat? Da gehen die Meinungen auseinander…

Die aus dem Fels geschlagene Kirche (was man freilich wissen muss, denn es ist eigentlich nicht erkennbar…) ist ein mehr oder minder dunkeles Loch. Ursprünglich wurde sie im 4. Jahrhundert als Grabstätte angelegt. Es gibt noch eine zweite, gleich nebenan, die aber im 19. Jahrhundert konventionell gebaut wurde. Dort zeigt uns der Priester das Allerheiligste, den Aufbewahrungsort der (Kopie der) Bundeslade.

Die zweite Kirche liegt nahe der Stadt Wukro, die durch eine völlig überbordende Bautätigkeit auffällt. Ein ganzes Stadtviertel besteht nur aus Beton-Rohbauten.

Auch die zweite Kirche ist aus dem Felsen herausgearbeitet, was man aber auch nur erkennt, wenn man sich im Inneren genau das Fenster besieht.

Leider hatten wir weder die Zeit noch die Energie, eine der abgelegenen Felsenkirchen zu besuchen, die sich überwiegend auf Bergplateaus befinden. Diese sind nur durch Klettern mit Seil und Leinen erreichbar.

Dann geht es wieder auf die Nationalstraße 2, die nach Mek‘ele weiter nach Dessei und Addis führt.

Mek‘ele sehen wir als erstes von oben – eine große, ausgedehnte Stadt. Doch dazu morgen mehr.

 

 

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