9. Oktober – Bei der TPLF und Flug nach Addis

Morgens reden wir noch beim Frühstück mit dem amerikanischen Gast, der das Zimmer neben uns bewohnt. Er ist extra aus Houston / Texas herüber gekommen, um seine Verlobte zu Heiraten. Natürlich mit Hochzeitsklamotten und jede Menge Geschenke für die Familie. Aber sein Gepäck ist auf dem Weg von Houston über Istanbul und Jedda verschollen. Er wartet schon drei Tage. Wir drücken ihm die Daumen.

In den Straßen von Mekele

Dann wandern wir los – zu Fuß durch Nebenstraßen zu dem Denkmal für die Märtyrer der Revolution. Eine hoch aufstrebende Säule mit Skulpturen über den Kampf des Volkes von Tigray.

Das Märtyrer-Denkmal

Wir besuchen auch das Museum. Bildtafel reiht sich an Bildtafel und berichtet über den Befreiungskampf der TPLF gegen das Mengistu-Regime. Besonders die Ausstellung von Original-Equipment der Rundfunktruppe ist natürlich für Wendelin interessant.

Ausrüstung des Revolutions-Radios

Den Museumswärter fragen wir nach dem Buch von Barakat Simon, den Wendelin 1991 interviewt hatte. „Ja, natürlich, das gibt‘s im Souvenirshop“. Nur – die Dame für den winzigen Glaskasten, an dem „Souvenirshop“ steht, machte gerade Mittagspause. Also nehmen wir noch eine Cola in der Cafeteria und sehen viele ältere Tigraier, die – so erfahren wir auf Nachfrage – ein Veteranentreffen abhalten.

Dann kommt die Dame mit dem Buch. Wir kaufen eines, auch wenn es komplett in amharisch ist.

Dann suchen wir das TPLF-Büro, das sich auch auf dem Gelände befinden soll. Zwei Männer, die wir ansprechen, führen uns direkt hin – und wir erklären, dass wir Kontakt zu Barakat und Mulugeta Gesese und auch zu Heshe, dem damaligen Presseverantwortlichen der REST (Relief Society of Tigray) suchen. Heshe war damals mit in May Megelta.

Ach ja, die kennen sie alle drei. Heshe sei im REST-Hauptquartier, unten in der Stadt. Seine Telefonnummer bekomme ich auch gleich. Und Mulugeta Gesese – der damals unser erster Ansprechpartner war – der sei natürlich in Addis.

Wir tauschen die Telefonnummern mit dem beiden – der eine ist übrigens Tontechniker bei Tigray TV – und schon vor unserem abendlichen Abflug nach Addis haben wir die Telefonnummern von Barakat und Mulugeta.

Das Hauptquartier der Entwicklungsorganisation REST

Wir versuchen noch, Heshe in seinem Büro bei der REST aufzusuchen – aber leider ist er heute nicht im Büro . Wir hinterlassen eine Nachricht und bekommen seine e-mail-Adresse.

Dann geht es schon mit Chris zum Flughafen.

Mek‘ele war auf jeden Fall eine interessante Stadt

Mekele

In Addis holt uns das Hotel ab – ein wirklich guter Deal. Etwas laut, aber echt tolle Dusche, ein luxuriöses Zimmer

 

 

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