1. Oktober – Grandiose Landschaft auf 4000 Metern ü.M.

Heute sind wir zum zweiten Mal in die Simien Mountains gefahren – und waren nochmal überrascht von der überwältigenden Kulisse.

Gestern hatten wir schon Affen gesehen – heute bittet unser Führer Belay den Fahrer plötzlich anzuhalten – wir sollen nachkommen. „Only camera!“ sagt Belay. Wir klettern hinter ihm her den Abhang hinunter. Erst dann sehen wir die Berg Nyalas . Es sind große Antilopen, die hier auf etwa 3500 Metern weiden.

Wir fahren weiter – nach 58 km über die zerfurchte Straße kommt das Lager Chenek. Nun müssen wir entscheiden – wollen wir bis über 4100 Meter aufsteigen oder uns bis zum Aussichtspunkt fahren lassen? Wir entscheiden uns für letzteres. In dieser Höhe sind wir schon nach drei Schritten bergauf außer Atem. Deshalb fahren wir bis zum Aussichtspunkt, der einen weiteren, atemberaubenden Blick in den tiefen Einschnitt in Mitten der aufragenden Simien Mountains bietet.

Die Berge sind allerdings schwer zu fotografieren, denn immer liegt ein Dunstschleier über den Felsen. Unten leben Menschen. Ohne jede Verbindung zur restlichen Zivilisation. Es gibt keine Mobilfunkabdeckung, kein Telefon und die einzige Möglichkeit für die Bauern dort ist, über einen schmalen Pfad etwa 1,5 Stunden aufzusteigen.

Wir steigen am Abhang des Gebirges entlang nach Chenek ab und essen dort bei einem Aussichtspunkt mit Sitzbank unser Lunchpaket.

Danach führt uns Belay zu einem weiteren Aussichtspunkt in der Nähe. Seine Spezialität ist es, sich ganz nahe an den Abgrund heran zu setzen und ein Selfie zu machen.

Nach einem weiteren Rundgang durch Wiesen und Gestrüpp steigen wir ins Auto und fahren etwa 90 Minuten zurück. Durchgerüttelt kommen wir in der Wolya Lodge an.
Sie gehört einem Äthiopier italienischer Abstammung und auch Nationalität. Es ist nett, aber sehr einfach. Und es ist vor allem kalt hier oben. Wir sind richtig durch gefroren. In der kleinen Hütte hat Andrea, der Besitzer, eine Feuerstelle aus Ton aufgestellt.

Das macht ein bisschen, aber nicht richtig warm. Wir beschäftigen uns noch eine Zeit lang mit den englischen Übersetzungen des Blogs. Neben her unterhalten wir uns mit einem italienischen Ehepaar und dessen Fahrer. Und es wird der eine oder andere Schnaps probiert, denn das ist Andreas Spezialität.

 

 

Ein Gedanke zu „1. Oktober – Grandiose Landschaft auf 4000 Metern ü.M.“

  1. Äthiopien zu Hause auf dem Sofa zu erleben,was für ein Vergnügen!
    Danke für euer wunderschönes Tagebuch und alles Beste für die weitere Reise!
    Liebe Grüße
    Barbara & Klaus

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